Danke Horst Seehofer - mein Frauenversteher
Juchhu, meine Herdprämie ist jetzt endlich durch. Doch Horst, warum hat es so lange gedauert? Ist ein bisschen blöd gelaufen. Denn bis ich das Geld bekomme, ist mein Kleiner schon zu alt. Andererseits, wenn du mir das Geld hinterherwirft, ok Horst, dann könnte ich ja noch mehr Kinder, aber wem erzähle ich das, du bist der Fachmann auf diesem Gebiet. Aber ganz ehrlich. Ich weiß gar nicht, warum sich andere Frauen so beschweren. Geld für ömme? Ich bin nicht so blöd wie die Emanzen, die nun verbal auf dich eindreschen. Ich sage ja, ich nehm das Geld: Statt viel Geld für eine Tagesmutter zu bezahlen, bekomme ich sogar noch Geld. Und sogar noch mehr. Wohnzuschuss, Aufstockung. Den Kölnpass, damit ich mit meinen Kindern billig in den Zoo komme. Ein Gewinn auf der ganzen Linie. Horst, du kennst meine geheimsten Wünsche: Endlich mich von Arbeit frei machen, vom Stau auf der Autobahn jeden Morgen, von der Hetzerei zur Kita, vom Laternenbasteln zu Sankt Martin und Pipi-Kaka-Witzen, die mein Kind aus der Kita mitbringt. Stattdessen 150 Öcken, damit sind meine Latte Macchiatos sicher finanziert. Ein Traum so süß wie Zuckerwatte. Und nun Realität.
Aber Horst, einer steht noch unserem Glück im Weg: Mein Mann. Der weigert sich, sich einen zweiten Job zu suchen. Der soll sich mal ein Beispiel an dir nehmen. Du arbeitest auch mehr als acht Stunden am Tag, sogar nachts bist du im Büro. Na ja, zugegeben, das habe ich meinem Mann verboten, nachdem ich auf der Betriebsfeier seine Assistentin kennengelernt habe. Horst, ich fürchte, es bleibt unser Traum.
Horst, ich habe eine Idee, wie wir uns nahebleiben können. Ich geh halt arbeiten, weil mein Mann und das Finanzamt das so wollen, du bleibst zu Hause und betreust mein Kind, bekommst dafür meine 150 Euro im Monat und alle sind glücklich. Na, wie klingt das?
claudia kring am 07. November 11
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren