Eine Putzhilfe für die Hausfrau!
Nein, ich habe kein Mitleid mit Hausfrauen. Das Gerede von „Ich mache ja den Haushalt, das ist kein Urlaub auf dem Ponyhof, sondern Arbeit“ lässt mich kalt. Denn nach einem umfangreichen Selbstversuch kann nun feststellen, dass sie selbst schuld sind. Hallo, jetzt noch nicht kreischen. Es ist doch so: Ausgangspunkt meines Experiments ist eine saubere Wohnung. Drei bis viermal täglich bin ich nun in der Küche, mache Frühstück Mittagessen, Abendessen und gelegentlich etwas dazwischen. Meinen Kaffee zum Beispiel. Und dabei mache ich Dreck. Noch mehr Verwüstung richtet mein Kind an. Das heißt nach jeder Mahlzeit erhält der Küchenboden eine Patina aus Brei, Kekskrümeln, verkippten Getränken und Obststücken in unterschiedlicher Konsistenz. Im Wohnzimmer wird das Spielzeug ausgekippt, da man im Kinderzimmer nicht mehr spielen kann, weil dort wiederum der Boden mit Plüschtieren gepflastert ist, die alle einen WWF-Sammelsticker auf dem Rücken haben. Auf die kindliche Toilettenhygiene muss ich an dieser Stelle ja wohl nicht näher eingehen. Kurzum: Wir Hausfrauen machen unseren Dreck selbst, Kinder inklusive.
Doch ich habe nun eine Lösung: Einfach so viel wie möglich Zeit außer Haus verbringen. Fremdbetreuung fürs Kind, Job für Muddi oder besser noch: Freundinnen mit dem Latte Macchiato im Café, Kind im Smaland und Spaziergang durchs Möbelhaus und natürlich sämtliche Mahlzeiten in Restaurants einnehmen, die – selbst Schuld – Kinderstühle anbieten. Dieses Leben ist sehr entspannend und hat den positiven Effekt, dass man eben nicht sein eigenes Heim einsaut. Hat nur einen Haken: Das kostet. Aber auch dafür hat Muddi eine Lösung parat: Muss sich der Mann halt einen Zweitjob suchen. Beispielsweise als Putzhilfe in den Haushalten, die immer dreckig sind, weil dort jemand wohnt. Damit wäre doch jetzt allen geholfen, oder?