Frauen, die ich hasse
War mit Kata und ihren Kindern grillen. Die ist zwar nett. Aber ich hasse sie. Denn die hat zwei Kinder, studiert dabei und kann alles essen, ohne ein Gramm zuzunehmen (Ich sage nur: XS). Ich hingegen esse eine Tafel Schokolade und prompt haftet sie als Hüftgold an mir, als wären es zwei gewesen. Und dann kocht sie noch Holunderblütensirup. Natürlich aus selbstgesammelten Blüten. Und natürlich beide Kinder mal eben im Geburtshaus bekommen. Babsi hasse ich auch. Die hat ein durchschlafendes Baby. Von Anfang an. Isa hasse ich wieder. Mit vier Kindern meistert die locker ihren Alltag und ist so was von entspannt. Und ist auch noch nett. Grässlich. Als ich erfuhr, dass sie nicht kochen kann, mochte ich sie wieder. Aber die nächste Info macht sie wieder hassenswert: Jedes zweite Wochenende komplett kinderfrei. Ich hasse Sandy. Die ist erfolgreich und hat keine Kinder und kann deshalb immer spontan Urlaub machen. Susi? Hassenswert. Terrasse und Garten. Bibi, ganz schlimm, Geld und Liebe.
Kurzum. Ich hasse alle Frauen, die mehr verdienen als ich, was bei einer Hausfrau nun nicht die hohe Kunst ist, alle Frauen, die gut aussehen, was gerade auch keine Kunst ist, weil ich von der Sonnencreme Pickel bekommen habe. Ich kann Frauen nicht ausstehen, die artige, schlafende, schöne Kinder haben. Ich mag besonders keine Frauen, die gleich viel oder mehr Kinder haben als ich und gleichzeitig Vorsitzende im Schultheaterverein sind, Kassiererin auf dem Ponyhof und sich natürlich ehrenamtlich im Kindergartenförderverein engagieren, nebenher 150 Muffins für den Basar backen, bevor sie ihre Kinder vom Kurs musikalische Früherziehung abholen und liebevoll den Osterschmuck im Haus verteilen. Selbstbastelten natürlich. Pah.
Gegen Heidi Klum habe ich nichts. Sie ist schön und erfolgreich. Aber ehrlich. Die Stimme. Ach nee. Arme Frau.