Facebook … gefällt mir nicht
Es gab eine Zeit, da freute ich mich darüber, immer einen Draht zu Freunden zu haben. Facebook und Xing sei Dank. Davon ist nicht viel übrig. Vielmehr fische ich die wenigen interessanten Neuigkeiten aus einer Vielzahl virtueller Belanglosigkeiten.
„Endlich Freitag“, ist zu lesen. Das sage ich seit, ach, seit ich arbeite. Neu ist das nicht. Aber gefällt 69 weiteren Freunden.
„Waltraut hat ein Ei ausgebrütet und nun Schafe auf ihrer Farm“ Ich hatte schon bei Computerspielen nie einen Durchblick. Warum sollte mich das interessieren.
“Horst mag Two and a half men“. Danke Horst für diesen Beitrag. Er hat mein Weltbild verändert. Ich dachte immer, du magst französische Kunstfilme.
„Wenn Timo ein Tier wäre, wäre er eine andalusische Bergziege.“ Ich hätte auf Seekuh getippt. War vielleicht schon vergeben an mich, wenn ich denn ein Tier wäre.
„Sabine gefällt Castrop-Rauxel und der Gasthof zum letzten Pferd.“ Na dann lad mich doch mal zum Essen ein.
Und überhaupt Freunde. Es ist schon schmeichelhaft, wenn sich bei FB gaaanz viele Menschen als meine Freunde outen. Danke an dieser Stelle. Zum ersten Mal habe ich Freunde. Und dank der genialen Geburtstagserinnerungsfunktion bekomme ich sogar Glückwünsche. Wann wird der Button „Jetzt Pralinchen schicken an Geburtstagskind“ erfunden?
Apropo Button. Ich wollte an dieser Stelle eigentlich einen Aufruf für einen „Gefällt mir nicht“-Button starten. Gibt’s aber schon. Hat Sonja gepostet. Mist. Wieder zu spät.
claudia kring am 17. April 11
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